Die Deutschen sind immer gut organisiert und gut angezogen, schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Dass die Deutschen auch schlechte Kleidung können, zeigen sie besonders zu Fasching. An dieser besonderen Jahreszeit versuchen sie sich sogar im Humor. Fasching? Meinen wir damit etwa Karneval? Oder doch Fastnacht? Fastnacht klingt schon allein durch dass Komposita “Fast” + “Nacht” schon etwas deutscher und auch etwas ernster und weniger ausgelassen als Karneval! Alaaaf! Finden Sie nicht auch? Sind Karneval, Fastnacht und Fasching etwa alles dieselben Begriffe? Die Deutschen sind immer gut organisiert und gut angezogen, schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Dass die Deutschen auch schlechte Kleidung können, zeigen sie besonders zu Fasching. An dieser besonderen Jahreszeit versuchen sie sich sogar im Humor. Fasching? Meinen wir damit etwa Karneval? Oder doch Fastnacht? Fastnacht klingt schon allein durch dass Komposita “Fast” + “Nacht” schon etwas deutscher und auch etwas ernster und weniger ausgelassen als Karneval! Alaaaf! Finden Sie nicht auch? Sind Karneval, Fastnacht und Fasching etwa alles dieselben Begriffe?Die Begriffe existieren teilweise schon seit dem Mittelalter und die Karnevalsbräuche erfreuen sich demnach schon einer langen Tradition.
Beide Begriffe sind christlich geprägt, da der Karneval auch ein Fest des Christentums ist. Fasching und Fastnacht setzen sich aus den Begriffen fasten und Nacht zusammen. Karneval geht wohl auf die lateinischen Worte carne und levare zurück. Übersetzt bedeutet das so viel wie „Fleisch, auf Wiedersehen“. Gemein haben beide Ausrücke, dass sie die christliche Fastenzeit bis Ostern einläuten, in der unter anderem auf Fleisch verzichtet wird. Mit der Fastnacht betitelte man die letzte Nacht davor oder auch die Zeit, in der noch einmal ausgelassen gefeiert werden darf.
Viele Begriffe – eine Herkunft?
Nicht ganz. Obwohl beide Begriffe – Karneval und Fastnacht/Fasching christlich geprägt sind und schon seit dem Mittelalter existieren und sich demnach auf ein christliches Fest beziehen, haben die Begriffe doch unterschiedliche Herkunft.
Zuerst einmal zu Fastnacht/Fasching: Hier kann sich ein kluger Kopf bereits denken, dass es irgendwas mit fasten zu tun haben muss, richtig? Fast-nacht, die Nacht vor dem Fasten. Bevor das große, 40-tägige Fasten bis Ostern also losgeht, lässt man es also nochmal so richtig krachen und entwickelt sich laut DWDS aus dem Mittelhochdeutschen vaschanc bzw. vaschang und geht teilweise auf*vastganc (das schärmerische Treiben zur Fastnacht), teilweise auf *vastschanc (dem Ausschank des Fastentrunkes vor Beginn der Fastenzeit) zurück.
Fasten, alles klar. Aber wieso sagt man in nordwestlichen Regionen dann Karneval? Auch hier ist ein in klarer Bezug zum Fasten gegeben: Lateinisch Carne levare bedeutet so viel wie: Finger weg vom Fleisch, audieu Fleisch. In der Fastenzeit soll auf Fleisch so gut wie möglich verzichtet werden.

Im Rheinland und großen Teilen von Norddeutschland ist die Bezeichnung Karneval üblich, besonders Köln und Düsseldorf sind hier Hochburgen. Wer sich für Deutschland und deutsche Kultur interessiert, sollte den Kölner Karneval nicht verpassen, besonders im Ausland ist dieses Fest fast so beliebt wie das Oktoberfest. Im Osten und in Bayern, auch in manchen Teilen von Baden-Württemberg spricht man überwiegend von Fasching in Bezug auf das Fest der Narren. Dahingegen spricht man im Südwesten Deutschland besonders von Fastnacht (im Großteil von Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland).
Fünfte Jahreszeit und politischer Aschermittwoch
Mancherorts sind die Festlichkeiten so beliebt, dass man häufig auch von einer fünften Jahreszeit spricht. Das Fest ist stellenweise so tief im Kulturgut verankert, dass es viele Parallelen gibt. In vielen Regionen gibt es Umzüge, die Menschen verkleiden sich, tanzen und singen auf der Straße, hören eine Parade und werden mit Süßigkeiten und Konfetti beworfen.

Überregional gibt es den politischen Aschermittwoch, bei dem viele größere Parteien teilnehmen und es zum satirischen Schlagabtausch kommt, der Aschermittwoch läutet das Ende des Faschings ein und eröffnet offiziell die Fastenzeit bis Ostern.